HazelsFarm

Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen in den Garten.

Was der bengalische Dichter Philosoph und Maler Rabindranath Tagore schon Anfang des 20. Jahrhunderts wusste, scheinen in den letzten Jahren immer mehr Menschen in den heutigen Gesellschaften wieder aufzugreifen. Stadt- und Gemeinschaftsgärten entstehen zwischen Asphalt und Anonymität, Hochbeete stehen auf Parkdächern und die lange Zeit als spießige Kleinkariertheit verschrienen Schrebergartenkolonien erfahren einen beispiellosen Boom – bei jung und alt gleichermaßen.

Gärtnern ist nicht mehr nur das Anlegen, Bewirtschaften und Ernten eines Beetes. Es ist heute zu gleichen Teilen der Versuch, unser Verhältnis zur Natur neu zu definieren, im Kleinen für den Naturschutz einzutreten und uns in Fürsorge, Verbundenheit und Kooperation zu üben. Garten tut gut!

Hazel S/W – Der Gemüsegarten

In unserem Garten bauen wir hauptsächlich Gemüse und verschiedene Kräuter an. Dazu findet sich noch der ein oder anderen Obstbaum von dem man gerne Naschen darf und im Gegensatz zu anderen Paradiesen wird man in unserem nicht rausgeworfen – denn Wissen ist Macht.

Beim Gärtnern und Ernten versuchen wir so viele Kreisläufe wie möglich zu schließen und sorgsam mit Böden und Pflanzen umzugehen. Dabei verwenden wir Methoden wie z.B. Mulchen, Bokashi (eine Art der Kompostherstellung) oder Terra Preta; sammeln das Regenwasser zum Bewässern der Beete und achten auf Fruchtfolge & Mischkulturen.

Hazel S/W – Der Kultur- und Lerngarten

Bei uns soll ein Garten mit vielfältigem Kultur- und Lehrprogramm entstehen. Wir wollen Natur nicht nur erleben, sondern die Begeisterung an Menschen jeden Alters weitergeben und so Bildung für eine nachhaltige Entwicklung unterstützen. Dabei wollen wir im Rahmen der weltweiten Erd-Charta Initiative verschiedene Aktivitäten rund um Naturschutz und Nachhaltigkeit anbieten, darunter Planspiele für Kinder und Jugendliche, Realexperimente, Vorträge, Workshops und vieles mehr. Solltest Du dich inspiriert fühlen mitzumachen, dann komme gerne auf uns zu!

Aquaponik

Ein Teil des Gartens wird aus einer Aquaponik-Anlage mit anschließendem Gewächshaus bestehen. Als Aquaponik wird die Symbiose von Aquakultur (Fischzucht) und Hydrokultur (Pflanzenzucht) bezeichnet. Die Methode hat sich in den letzten Jahre einer wachsenden Beliebheit erfreut, da sie für eine ressourcenschonende, lokale Nahrungsmittelproduktion steht: Nahezu emmissionsfrei werden hochwertige Lebensmittel auf kleiner Fläche angebaut – mit geringem Wasseraufwand und ohne Dünger. Mehr Informationen findest du hier und hier.

Du willst mitmachen?

Du bist leidenschaftliche*r Gärtner*in?
Du hast Freude am Umgang mit Menschen und bist gerne in der Natur?
Du hast zwar letzte Woche deinen Kaktus umgebracht, aber dennoch Lust gemeinsam mit Kindern das Ökosystem Garten zu erkunden?

Wir freuen uns über ideenreiche, tatkräftige und liebe Menschen, die Lust haben bei einem nachhaltigen Gartenprojekt mitzuwirken. Melde dich bei uns!